Als Galerie in unmittelbarer Nähe zu den Ruhrkunstmuseen bietet die Ruhr Gallery ein inspirierendes Umfeld, das unzählige zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus der Region anzieht und fördert.

Das historische Zentrum von Mülheim an der Ruhr, die heutige sog. Altstadt I, entwickelte sich aus zwei ursprünglichen Siedlungskernen: dem Bereich um die Petrikirche auf dem Kirchenhügel und der Burg Broich auf der gegenüberliegenden Ruhrseite.
In dieser frühen „Kernstadt“ spielten die Delle und der Beginn der Ruhrstraße eine entscheidende Rolle als wirtschaftliche und gesellschaftliche Lebensadern:
- Die Delle als zentrale Achse: Die Straße „Delle“ (was eine leichte Vertiefung beschreibt) war seit dem 17. Jahrhundert die wichtigste Verbindung zwischen dem religiösen Zentrum auf dem Kirchenhügel und der alten Fähre an der Ruhr. Sie war der bevorzugte Wohnort einflussreicher Unternehmerfamilien wie Stinnes und Mellinghoff und diente unter Bürgermeister Weuste zeitweise als administratives Zentrum.
- Der Beginn der Ruhrstraße: Die Ruhrstraße markiert den Übergang zum Fluss, der für Mülheim schon vor der offiziellen Regulierung im 18. Jahrhundert als schiffbarer Handelsweg von enormer Bedeutung war. Hier siedelten sich Schiffer und Kaufleute an, die den Reichtum der frühen Stadt begründeten. In diesem Viertel finden sich noch heute bedeutende Baudenkmäler wie die Villa Artis (Ruhrstraße 3), die Teil historischer Stadtrundgänge durch die Kernstadt ist.
- Historisches Gefüge: Das Dreieck zwischen dem Kirchenhügel, der Delle und dem Ruhrufer (Ruhrstraße) bildete das bürgerliche Fundament der Stadt, lange bevor sich das heutige Geschäftszentrum rund um die Schloßstraße entwickelte.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Während die Altstadt I heute das moderne administrative Zentrum ist, bilden die Delle und der Beginn der Ruhrstraße das historische Fundament, auf dem Mülheims Aufstieg als Stadt am Fluss basierte.




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